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Meine Highlights in Lissabon – Maßgeschneidert für eine indische Seele

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Okay, heute läuft der Hase mal anders. Für gewöhnlich schreibe ich an alle gerichtet die irgendwie zu „Besinnbar“ kommen, sprich das World Wide Web. Aber auf Anfrage einer sehr lieben und Lippenstift vernarrten Freundin ist dieser Post an meine ehemalige Mitbewohnerin gerichtet, mit der ich 5 Monate im verrückten Macau leben durfte.

Die Glückliche verreist in wenigen Wochen für einige Tage ins schöne Lissabon und wer mich auf Instagram stalkt, weiß, dass ich dort vor wenigen Wochen mit meiner Mama und meiner Schwester gewesen bin. An dieser Stelle möchte ich mich bei den beiden bedanken für ihre Gesellschaft und ihre Unterstützung, die die Reise erst ermöglichte. Die Zeit mit euch im fernen Portugal genoss ich sehr und sog sie auf wie ein kleiner Schwamm.

Zurück nach Lissabon. Seit diesem schönen Wochenende mit bin ich hin und weg von dieser prächtigen Stadt und würde mich am Liebsten Lorena anschließen, um das Weite zu suchen.. Aber na ja, Bachelorarbeit und andere Verpflichtungen zwingen die Abenteuerlust in die Knie und lassen die Vernunft siegen. (Vernunft stinkt!)

Also liebe Lorena,
heute nur für dich und auf deine Anfrage hin, was du so tun kannst im hübschen Lissabon!

1. Bettchen gibt es wie Sand am Meer, aber keines ist so gemütlich wie Lost Inn Lisbon
Ich schlief im äußerst komfortablen Lost Inn Lisbon Hostel. Zentral gelegen, spitzenmäßige Matratzen für einen tiefen Schlaf ganz etwas anderes, als unsere Matratzen in Macau! Nach grausamen Szenen einer ganz besonders Sanitäranlage im tiefsten China (ich erinnere dich an die herrlich abartige „Bahnhoftoilette“ im tiefsten China mit Löchern im Boden, hüfthohen Spritzschutzwänden, keine lästigen Türen..) wirst du dich wie im fünf Sterne Hotel fühlen, wenn du in die hübschen Spiegel der Sanitäranlagen schaust, um deinen Lippenstift aufzutragen. Außerdem ist das Frühstück inklusive. Und ein Pub crawl gibt’s auch für dich Party-Maus. Das Hostel ist nahe der Partymeile, aber versteckt genug gelegen, um in Ruhe schlafen zu können.  Für den Fall, dass du direkt am Strand sein möchtest, gibt es dort auch einige Optionen.

2. Yoga mit Arina aus Dänemark
Als begeisterte Yogini hat es mich in ihr gemütliches ein-Zimmer-Yogastudio gezogen, welches unweit vom Hostel entfernt ist. In etwa 15 Minuten bist du zu Fuß im Little Yoga Space Lissabon. Tiefen-Entspannung, intime Yogastunde mit Augenmerk auf die individuellen Yogaschüler machen den Unterricht bei Arina aus. Eine sehr herzliche Yogalehrerin, die dich den Vibe der Stadt auf yoganische Weise spüren lässt.

3. Kreativ Markt am Jardim Botânico da Universidade de Lisboa
Jeden Dienstag und Samstag gibt es am Jardim Botânico da Universidade de Lisboa einen ganz wunderbaren Markt, auf dem Handgemachtes & Kreatives zu fairen Preisen verkauft wird. Auch Leckeres zu mampfen kannst du erwerben. Ich hatte mir eine richtige geniale Weste und ein fesches Kleid gekauft. Alles selbst genäht & extrem hipp. Sehr zu empfehlen.

4. Auf zum Stöbern in die wohl schönste Shopping Galerie ever!
Gleich gegenüber des Jardim Botânico da Universidade de Lisboa findest du der/die/das Embaixadalx. Hier gibt es alles Mögliche zu fairen Preisen. Aber alleine durch Gemäuer dieses wahnsinnig schönen Gebäudes zu tingeln ist ein irres Gefühl. Die Eingangshalle und der elegante Treppenaufgang sind magisch! Du findest außerdem versteckt im hinteren Teil des Gebäudes einen old-school Lift. Richtig fesh und ganz à la Schwarz-Weiß-Film! Audrey könnte jeden Moment um die Ecke kommen.

Lieblingsgeschäfte hier:

  • Urze – Ökostyle! Trendy, qualitativ hochwertig und im Vergleich zum deutschen Ökomarkt echt günstig. Hier habe ich mich in einen traumhaften Mantel verliebt. Multifunktional, warm, öko und richtig stylisch. Sonst gibt es auch kuschelige Decken und Co.
  • Latitd – Heiße Bademode! Den Bikini kannst du zu Hause lassen. Kauf dir lieber etwas Neues in Lissabon. Ich habe mich in dieses traumhafte Stück verguckt. Hier geht es zum stylischen Bikini von Latitd.

5. Klein Indien für deine indische Seele
Ganz entzückt hat uns eine gaaanz wunderhübsche indische Boutique LOSTin mit angrenzendem LOSTin Esplanada Restaurant, hier erwartet dich eine hübsch-romantische Aussicht über Lissabon und ein Interior-Design, zum Verlieben. Knallbunt und hübsch-stylisch indisch. Indische Kleidung bis zum Umfallen, allerdings nicht zu indischen Preisen. Du wirst sicher trotzdem Freude daran finden. Auch dieser Schuppen is nahe des Jardim Botânico da Universidade de Lisboa. Also ein Nachmittag oder Tag ist dir gesichert.

So, das ist es erst mal gewesen. Mir fallen bestimmt noch 1.000 weitere Dinge ein. Aber das sind meine maßgeschneiderten Highlights für dich und alle anderen Reisekaiser, die die Stadt fernab des Touripfades erleben möchten. Noch ein letzter Tipp: Ich fande es fantastisch um fünf Uhr in der Früh durch die leeren Gassen der Altstadt zu laufen, während die trunkenen Geister das Bett ansteuerten und die ersten Zeitungsstände sich für den Ansturm vorbereiteten.

Little paradise auf Langkawi! – Ambong Ambong

By | Travel, Yoga | No Comments

Ziemlich genau vor einem Jahr kehrte ich von meinem Auslandssemester im exotischen Asien zurück. Meinen Aufenthalt auf diesem vielfältigen Kontinent rundete ein wunderschöner Urlaub mit Mr. X und meinen Lieben in Malaysia ab. Unsere finale Herberge möchte ich euch heute vorstellen- die kleine Oase am Rande des Abgrundes ist einfach zu schön gewesen, um sie euch vorzuenthalten.

Erst mal eine kurze Orientierung auf der Landkarte. Wir befinden uns in Südostasien. Also gaaaaanz weit rechts von Deutschland. Geteilt durch das Südchinesische Meer splittet sich Malaysia in zwei Halbinseln auf. Die Ostinsel, welche laut Reiseführer in den Monaten November bis Februar besonders nass werden kann, grenzt an Indonesien und Brunei. Die Westinsel dagegen, südlich von Thailand, ist eine Ganzjahresdestination und Ziel unseres Urlaubes.

Wir machten den ersten Kontakt mit malaysischem Boden in Kuala Lumpur, der malaysischen Hauptstadt, mit den bekannten Petronas Twin Towern als Erkennungsmerkmal der Metropole. Warme und feuchte Luft schlug uns in die Gesichter, als wir den Flieger verließen und unseren Weg über das Flugfeld bahnten. Nach einigen Tagen Stadttreiben ging es für uns mit dem Fernbus nach Penang, einer Insel im Norden von Westmalaysia. Sehr empfehlenswert ist die Hauptstadt Georgetown, die seit 2008 Weltkulturerbe der UNESCO ist. Malaysia ist bekannt für seine verschiede Kulturen und in Georgetown findet diese Vielfalt den Höhepunkt. Seit der Gründung vor 230 Jahren hat sich hier wenig verändert und das spiegelt sich in den Straßen der Stadt wieder. Chinesische Pagoden, Moscheen, indische Tempel, christliche Kirchen und koloniale Bauten prägen das Erscheinungsbild und besonders die Speisekarten.

micke's placeUns zog es zu Micke’s Place in die Love Lane. Ein unvergesslicher Abend, okay zwei! Die herzliche Begrüßung des Besitzers klingelt noch heute in meinen Ohren, in tiefster Stimmlage salutierte er: Hi, Hi, Hi! An den Wänden und Möbeln prangern frohe Botschaften der Gäste, und sobald er dein Heimatland erfährt, zückt er seinen Zeigestab und sucht Quoten deiner Landsleute. Sobald du die Hauptspeise verschlungen hast, greift er zur Schiefertafel und preist die Desserts des Hauses an. Als wir am zweiten Abend diese verweigerten, sind dem Guten alle Gesichtszüge entglitten, ein genialer Anblick.

Von Penang ging es mit der Fähre Richtung Langkawi, der nördlichsten Insel vor Westmalaysia, zum Relaxen. Die letzten zwei Nächte verbrachten Mr. X und ich in einem Geheimtipp der Insel, dem Regenwald Retreat Ambong Ambong nahe des Tengah Strandes im Südwesten der Insel. Das Regenwald Retreat besteht aus einem Ensemble weniger Ferienhäuser mit verschiedenen Apartments, Studios und Suiten, die umzingelt sind von reiner Natur & waschechten Äffchen. Der Weg zu den Unterkünften bedingt straffe Muskeln oder einen Geländewagen.

Ambong AmbongBei Ankunft erwartete uns schon ein Chauffeur am Fuße des Berges, um uns zu unserem Apartment zu bringen. Auf halber Strecke stieg Nizam, die Service-Bombe ein. Nizam führte uns direkt in unser wohliges Apartment, steuerte zielstrebig den Kühlschrank an, um uns mit Erfrischungsgetränken und feuchten Tüchern zu versorgen. Im Anschluss folgte eine kleine Einweisung über die Anlage. Er klärte uns über die Affen auf, welche sich gerne mal beim Frühstück auf dem Balkon blicken lassen, das Handy mit direkter Schaltung zum Team und den inkludierten Chauffeur-Dienst, falls man den Berg nicht be- und absteigen möchte. Außerdem machte er uns noch auf die Sondervergünstigungen im Ishan Spa und dem japanischen Restaurant Unkaizan aufmerksam. Das Frühstück wird im Ambong Ambong am frühen Abend für den nächsten Morgen geliefert. Man ist wirklich herrlich unabhänig und idylisch aufgehoben. Ein idealer Ort, um die Seele baumeln zu lassen und einfach mal Nichts zu tun.

Ambong Ambong Balkonblick

Ambong Ambong Bett Ambong Ambong Ambong Ambong Ambong Ambong Ambong Ambong Ambong Ambong Ambong Ambong

Ambong Ambong

Ein kleiner aber feiner Pool ist auch vorhanden für eine Erfrischung sowie ein Yogadeck für eigenständiges Training oder Privatstunden bei Dorothy. An drei Tagen in der Woche unterrichtet die Yogalehrerin am Strand. Für das volle Programm gibt es bestimmte Yoga Retreat Termine für 3 oder 5 Tage ab 200 Euro. Wer die malaysische Küche genauer kennenlernen möchte, kann das mit einem entsprechenden Kochkurs angeboten durch Ambong Ambong.

Natürlich ließen wir es uns nicht entgehen, die Angebote des Ishan Spa zu nutzen. Wir ließen uns ausgiebig massieren und entspannten bei köstlichem Ingwertee. Im Ishan Spa sollte Jeder etwas finden, das Programm ist umfangreich und die ayurvedischen Behandlungen sind besonders empfehlenswert. Wenn man aber doch mal das Bedürfnis verspürt das Retreat zu verlassen, ist man zu Fuß in maximal 15 Minuten am Tengah Strand, welcher zu den ruhigeren Stränden der Insel zählt.

Fazit: Für unabhängige und naturnahe Reisende, die dennoch einen gehobenen Komfort im Urlaub wünschen, ist Ambong Ambong genau das Richtige. Wer das all-inclusive Paket mit Animateur sucht, ist hier definitiv an der falschen Adresse. Mr. X und ich hatten jedenfalls drei wunderschöne Tage mit herrlichen Sonnenuntergängen und tanzenden Affen auf den Stromleitungen. Ich komme wieder und dann gebe ich mir das volle Yoga Programm, lerne wie man malaysisch kocht, und teste mich durch das restliche Spa-Angebot im Ishan Spa.

Typisch Deutsch

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Nach 151 Tagen in Asien, in China, in Macau musste ich dem Fremden den Rücken kehren und mich der deutschen Heimat stellen. Nicht die einfachste Übung nach der Integration in diese fremde chinesische Kultur.


Ich bin angekommen! Es dauerte etwa drei Wochen, um mich wieder gänzlich an die Deutschen Sitten und Gepflogenheiten zu gewöhnen. Zur Unterhaltung und Besinnung erzähle ich von meinen Erlebnissen „back in good old Germany“.

Du bist typisch Deutsch..

  • wenn du beim Überkreuzen der Straße erst nach Rechts, dann nach Links und wieder nach Rechts blickst. In mir steckte die ersten Wochen noch die Regeln des Linksverkehrs. So blickte ich des Öfteren in die falsche Richtung. Glücklicherweise wurde ich weder von meinem Auto erfasst, noch steuerte ich mit dem fahrbaren Untersatz in den Gegenverkehr.
  • wenn du dem Kellner großzügigerweise Trinkgeld für seine Dienste gibst. In China ist eine sogenannte Servicecharge in der Endrechnung inbegriffen und weiteres Trinkgeld ist nicht nötig. Und so kam es in den ersten Tagen nach meiner Rückkehr dazu, dass ich Geizhals kein Trinkgeld hinterließ und mich eine Freundin auf meinen Geiz ansprach. Upps, das hatte ich wirklich total verdrängt.
  • wenn du langweilig deinen Salat mit Besteck verspeist. Wie jeder weiß, hast du in Asien vorwiegend die Macht über dein Essen mit zwei hölzernen Stäbchen. Auch in Deutschland versuchte ich diese Tradition weiterzuführen. Allerdings waren mir die Anderen weit voraus und warteten 10 Minuten auf mich, bis ich mein Essen verspeist hatte.
  • wenn du unbedenklich Wasser zum direkten Verzehr aus der Leitung zapfst. Verunreinigungen machen das Leitungswasser in China ungenießbar. Mit einer Selbstverständlichkeit griff ich die ersten Tage stets zur Wasserflasche. Derweil genieße ich wieder köstliches Wasser aus der Leitung. Wahrlich ein Hochgenuss!
  • wenn du an der Kasse locker flockig den Schein mit einer Hand übergibst. In China erliegt diese belanglose Tat einem jahrhundertealten und bedeutsamen Ritual. Bist du höflich und zeigst Respekt, so überreichst du Geldscheine mit beiden Händen.

Inzwischen bin ich wieder typisch Deutsch.. zumindest in manchen Gebieten. Ein wenig Chinisa werde ich gewiss bleiben. Auf jeden Fall beim asiatischen Essen, denn dort werde ich garantiert zu den Stäbchen greifen. Apropos, mir lüstet es nach Sushi! In diesem Sinne: Die Macht sei mit euch!


Einige pupsige Erfahrungen in China sind in diesen Artikeln kurz und knackig gebündelt.. ließ selbst.

Mein Austausch in China #1 | Der Kontostand und das Thema heiraten

Mein Austausch in China #2 | Angekommen im Land der…


 

stay natural

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Isa

Zurück in Deutschland! Hände hoch, du bist umzingelt!

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Über den Dächern Frankfurts setzt die Boeing zur Landung an. In wenigen Minuten werde ich nach 151 Tagen in Asien wieder Europäischen Boden unter den Füßen haben, um genau zu sein, Deutschen Boden. Bereits beim Boarding in Doha vernahm ich überwiegend Deutsche Stimmen und drehte meinen Kopf im Sekundentakt, um den Stimmen zu folgen. Das passiert ganz willkürlich, wenn man eine Weile im Ausland lebt, die gegenwärtige Sprache nicht verarbeiten kann und unter den Klängen des Fremden plötzlich seine Muttersprache erklingt.
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Die Ohren sind gespitzt und du suchst den Klangkörper, aus dem die Geräusche hervordringen. Es ist ein befremdliches Gefühl, umzingelt zu sein von den sogenannten Muttersprachlern. Überall diese Deutschen. Ich werde wahnsinnig. Mit etwas Aufmerksamkeit erkennt man sie jedoch und kann sich vor ihnen schützen. Aus der Ferne kann man sie erkennen, wenn man denn will. Es ist das Volk, welches ungeduldig schon vor der Boarding-Zeit Schlange steht. Näher betrachtet erkennt man sie an den Mundwinkeln, die stark Richtung Boden ziehen, ala Grumpy Cat. Immer stets gefrustet und unglücklich schaut der Deutsche drein. Erschrocken schütze ich mich gegen diese Schlecht-Wetter-Front und setzte im Reflex das breiteste Grinsen auf. Lach doch mal!
Man begrüßt mich in alter Manier, stets Bürokratisch, übereifrig und korrekt. So wie man es kennt. Noch beim Verlassen des Fliegers wartet die Polizei auf die Fernreisenden und kontrolliert unsere Pässe. Ich bin froh in Besitz eines Deutschen Passes zu sein und werde recht schnell durchgewinkt. Puuuh, Glück gehabt. Man lässt mich in mein Heimatland! Willkommen zurück, im Land der Bürokratie und Korrektheit. Was jetzt folgt, ist der wahre Kulturschock.. Ich halte euch auf dem Laufenden. Aber bis dahin…

3 Tipps gegen die Deutsche Grimmigkeit

1. Lächeln!
Die Mundwinkel umkehren, Richtung Decke. Forme die Mundwinkel zum Hufeisen. – Jaaa, genau so! Jedes Kind weiß, dass das Glück sonst verloren geht! Also, bemühe dich und lächle bis zum Umfallen. Bei dem konstanten Sonnenentzug und dem darauffolgenden Vitamin-D-Entzug ist das natürlich eine Herausforderung. Aber hey, Vitamin D ist ein Muss! Sieh zu, dass du davon genug aufsaugst und vielleicht kehrt damit auch dein Lächeln zurück.

2. Mach‘ dich locker
Sei nicht so verbissen und stur. Schwinge die Arme, die Beine, die Hände, die Füße und löse dich von dieser Deutschen Steifheit. Zeig deinen Muskeln, deinem Geist und deinem Gesicht die Gelassenheit die in dir steckt.

3. Verdamme dieses ewige Fluchen
Scheiße, Scheiße, Scheiße. Was sagt der Deutsche doch so gerne und flucht umher als gäbe es kein Morgen mehr. Ersetze doch mal diese netten Wörter durch etwas Positives. Oder mache es wie ich und sage: Zen! Dabei ziehe ich das Wort solange wie nötig, um mich zu beruhigen. Zennnnnn. Zusätzlich forme ich mit dem Zeigefinger und Daumen ein O und spreize die restlichen Finger.

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stay natural

XOXO

Isa

Mein Austausch in China #2 | Angekommen im Land der…

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Eindeutig sehr interssantes Volk diese Chinesen, oder besser Macanesen. Sonderbare Eigenarten. Na ja, für mich sonderbar. Für Macanesen völlig normal. Changing perspectices.. ist was mir hier täglich ins Gesicht ballert. Und ich liebe es. Täglich gibt es neues Erschreckendes, Ernüchterndes, was mich daran erinnert, wie Deutsch ich doch eigentlich bin.

Mein Austausch in China #2 | Angekommen im Land der…

Ich sitze gerade in der wohl westlichsten Lokalität, die Macau zu bieten hat – Starbucks. Ich genieße meinen Caesar Salad und mein absolutes Lieblingsgetränk – Green Tea Latte. Nebenbei lerne ich für meinen morgigen Test in Weinkunde und prügle mir alle Rebsorten in die Rübe, die in Frankreich angebaut werden. Es läuft die klassische Lounge Musik, die zum bekannten Starbucks Ambiente gehört. Es fühlt sich gerade gar nicht nach Asien an und ein wenig „Heimat“ tut um ehrlich zu sein gelegentlich doch ganz gut. Doch die Illusion scheint kurz vor dem Platzen.

Taipa Macau Starbucks

Starbucks in Macau Taipa

Austausch Macau

Kulturelle Erfahrung Macau makes me go..

Gerade jetzt, als Frank Sinatra losschmettert, nehme ich rechts von mir ein recht unangenehmes und störendes Geräusch wahr. Davon lasse ich mich nicht weiter stören, war sicher nur ein Versehen. Ist ja sicher jedem schon mal passiert. Doch halt! – da ist es wieder! Oh sogar als doppelter Rittberger. Was zum Kuckuck soll das? Da fällt es mir wieder ein. Asien, ich bin in China! Ich denke mir, – kein Wunder, du Europäer! Du bist in China und der Herr am Tisch neben dir rülpst. Und das am laufenden Band. Willkommen in China! Hier lässt man den Dingen freien Lauf.

Es sind diese lustigen Momente, die das Leben und mein Gemüt behelligen. Es sind die Momente, die mich besinnen und mir ein Schmunzeln auf meine Lippen zaubern.

Besinnbar möchte wissen, was dich in den letzten Wochen zur Besinnung gebracht hat! Hau in die Tasten und hinterlasse hier deinen persönlichen Besinnbar-Moment. Als Dank gibt es eine Postkarte aus dem Land der Rülpser. Also, viel Spaß.

Hier kommst du zu einer weiteren kulturellen Erfahrung während meines Austausches.

Kulturelle Erfahrung #1


stay natural

XOXO

Isa

Mein Austausch in China #1 | Der Kontostand und das Thema heiraten

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Während meines Austauschaufenthaltes in China erlebte ich so einige sonderbare Momente. Einen dieser kulturellen Erfahrungen möchte ich diesem Post widmen.

Besinnbar in Macau

Isa in Macau

Der Kontostand und das Thema heiraten

Morgens, halb zehn in China. Die Frage ist einfach, doch die Antworten meiner Kommilitonen regen mich zum Nachdenken an. Ich belege unter anderem Konsumenten-verhalten an meiner Gastuni in Macau. Nichts ahnend betrete ich die Klasse und bin gespannt auf die Lehrerin und meine Kommilitonen. Ich soll sie heute auf eine ganz besondere Art und Weise kennenlernen. Es geht wie so oft ums Geld. Die Frage richtet sich an alle: wird ein Mann sozial anerkannt, wenn er keine 10.000 Euro bis zu seinem 30. Lebensjahr auf dem Konto angespart hat? Banale Frage. Meine Antwort ist impulsiv und direkt. Jaa, warum nicht?! Doch nicht alle meine chinesischen Kommilitonen stimmen zu. Die Mehrzahl gerät ins Grübeln und einige stimmen dagegen. Die Situation verschärft sich, als die Lehrerin die nächste frage gezielt an die Damen des Kurses richtet: Würdet ihr einen Mann über 30, ohne 10.000 auf dem Konto, heiraten? Meine Antwort wie immer, impulsiv und direkt:
Klar, I don’t care about the money, money.
Doch wieder blicke ich in grübelnde Gesichter. In China ist nix los ohne Moos und wieder sprechen sich einige weibliche Kommilitoninnen gegen eine mögliche Eheschließung aus.

Es ist ein besinnbarer Moment, der mir viel über meine Persönlichkeit verrät. Unsere Eltern und die Umgebung in der wir aufwachsen vermitteln uns Werte. Werte, die von Kultur zu Kultur und Mensch zu Mensch variieren. Was uns wichtig ist, was wir für richtig oder falsch halten, trifft nicht immer auf Zuspruch und kann Diskussionen auslösen. Aber wir sollten dazu stehen, was wir denken, unsere Meinung vertreten und dabei trotzdem offen sein für andere Ansichten und jede Meinung akzeptieren. Mir hat die kurze Zeit in China schon jetzt gelehrt, dass ein Austausch zwischen Kulturen bedeutet zu tolerieren, zu akzeptieren und sich manchmal auch neuen Ansichten gegenüber zu öffnen, um den Ursprung der Gedanken und die Werte des Gegenüber zu verstehen. Aber viel mehr ist mir bewusst geworden, wie dankbar ich meinen Eltern dafür sein kann, dass sie mir Werte mit auf den Weg des Lebens gaben, die es mir ermöglichten intuitiv und ohne zu zögern auf diese Fragen zu antworten. Danke dafür.

stay natural

XOXO

Isa

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